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Am 25. Juni vor 10 Jahren wurde unser Tauschring gegründet. Darum wollten wir uns für den Sommermarkt etwas Besonderes einfallen lassen.
Es wurde ein sehr gelungenes Sommerfest bei strahlend schönem Wetter.
Klaus, der Bruetschi- Bauer, hatte uns seinen weiträumigen Hof nebst Grillstelle und lauschigem Essplatz unter den Bäumen zur Verfügung gestellt. Sogar einen Wiesenparkplatz für die Autos hatte er vom Nachbarn organisiert.
Die Besucher versuchten denn auch, auf der Wiese so zu parken, dass sie sich nicht im Weg standen (was trotz genug Platz nicht alle schafften).
Die Bio - Rinder waren wohl gerade auf der Sommerweide, und so konnten sich die Leute in den offenen Ställen und den Durchgängen des Wirtschaftsgebäudes häuslich einrichten mit ihren Ständen. Schön, dass auch mal wieder ein paar Gesichter dabei waren, die Mensch schon lange nicht mehr gesehen hatte; zum Beispiel Irina Staschewska mit ihren tibetischen Klangschalen. Zwei Frauen gaben sich die Klangmassage. (Ich konnte es auch nicht lassen, an den Schalen herumzubimmeln).
Diesmal gab´s sehr viel Selbstgemachtes. Carmen und Veronika (Junker) hatten wunder-schöne, bunte Sommersträuße und Stauden dabei, Jsabella vom Basler Tauschring brachte ihren Bio- Honig und Löwenzahnwein mit. Susanne, die auf dem Bruetschihof wohnt, bot selbstgebackenes Brot, Schneckennudeln, Zopf und Kartoffeln an, Johannes seine Salben und sein Kräutersalz, und unsere Kräuterfrauen so exotische Sachen wie Rosensirup, Walderd-Beerensirup, selbstgeköchelte Massagebutter und Senf. Dorothee Higelin aus dem Elsaß und Steffen Vogel aus Wiechs stellten ihre Gemälde aus, und Rosemarie ihre Patchwork-kreationen; (ich erinnere mich da an das Bild einer Liegenden, verteilt auf drei Kissen). Zusammen mit dem Agnihotra-Lichtgläsern wirkte das Ganze schon ein bisschen wie ein Kunsthandwerker- und (Bio)bauernmarkt mit einem Schuss Esoterik. Ich hätte schon fast vergessen, zu erwähnen, dass die ganze Zeit über die leckersten Würstchen, Fleischspießchen, Speckwickelchen und sonstige Köstlichkeiten auf dem Grillfeuer vor sich hinbrutzelten, während sich nebenan die zwei langen Tische unter den Speisen bogen. Jean-Gabriel aus Frankreich ließ eine Flasche Rosé-Sekt knallen, und er hatte wieder den selbstgemachten Orangenwein seiner Frau dabei.....mmh...
à votre santé!
Überhaupt, es war schön, daß wir so viele Gäste von anderen Tauschringen begrüßen durften. Ekkehard Bergin führte einen ganzen Trupp Markgräfler an, die sich gleich gemütlich um den Tisch hockten, unter dem Baum, neben dem Lagerfeuer. Dort versammelten sich später auch all die anderen, um im Gras, auf dem Hinterbänkle oder auf Felsen sitzend, den Diskussionen und Gesprächen beizuwohnen.
Die Kinder kurvten und und strampelten derweil mit allen möglichen und unmöglichen Tretmobilen durch die Gegend und hatten sichtlich Spaß. Karl-Frieder, unser Kleinster aus dem Hotzenwald, wurde auf dem Rücksitz mitkutschiert, unter den staunenden Augen der Mama.
Rosemarie hatte noch ein Schwedenfeuer mitgebracht, ( ein sternförmig tief eingeschnittener Baumstamm, ca 1,20m hoch, in den Kienspäne gesteckt werden zum Anfeuern, bis der ganze Stamm von innen heraus leuchtet und brennt). Leider bleibt es ja Sommers ziemlich lange hell, und so beschlossen wir, Klaus, dem Haus- und Hofherren, den Stamm für das darauf folgende Countryfest zu schenken.
Das I-Tüpfelchen war dann noch, dass allen Interessierten, dank Klaus und dem Grundschulverein Enkenstein, noch die Möglichkeit geboten war, abends auf der Tenne per Großleinwand das Fußballweltmeisterschafts-Endspiel anzuschauen. Ob sich allerdings die Letzten von den Gesprächen rund ums Lagerfeuer lösen konnten, bleibt offen. Der Verein gab Klaus zum Dank 100 WiTa und einen Blumenstrauß.
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